Seufz.So lange nichts gebloggt und dann so ein Thema. Aber das muss jetzt sein, aus gegebenem Anlass sozusagen.
Es ist Freitag. Tweeple wissen, was das bedeutet. Empfehlen und empfohlen werden, ein Ritual, das einer netten Idee entspringt. (http://blog.datenschmutz.net/2009-03/twitter-und-der-follow-friday/)
Jeder hat so seine Leute, mit denen er am liebsten twittert. Ich natürlich auch. Und das kann teilweise auch sehr persönliche Gründe haben, die gar nicht mal in der Güte der geschriebenen Tweets liegen, sondern eher darin, dass man sich eben sympathisch ist, sich intensiv austauscht, weil man gemeinsame Interessen hat oder Ähnliches. Das führt manchmal dazu, dass man jemanden intensiv liest, seine Tweets vielleicht sogar abonniert, diese Tweets anderen Leuten aber unter Umständen gar nichts sagen. Wenn ich also jemanden NICHT empfehle, obwohl ich in regem Kontakt mit ihm/ ihr stehe, bedeutet das nicht, dass diese Person nicht zu meinen Top-Favoriten gehört, sondern nur, dass ich denke, dass der Austausch, den wir haben, eher von persönlichem Interesse ist.
Auf der anderen Seite gibt es auch Leute, denen ich folge, weil sie ganz fantastische Tweets schreiben. Tweets, die informativ sind, zum Lachen bringen oder zum Nachdenken. Tweets, die durchaus für jedermann geeignet sind (hierbei kommt es natürlich dann auf den individuellen Geschmack des Lesers an), und von diesen Leuten fallen mir auf Anhieb mehr als 15 ein, die ich jede Woche empfehlen könnte. KÖNNTE, denn was bringt es, wenn meine Follower immer dieselben Namen in meinen Empfehlungen lesen? Ich rede jetzt nicht von ein paar Wochen hintereinander, aber wenn ich sechs Monate lang Woche für Woche den @fitness_oli empfehlen würde (der das durchaus verdient hat!), dann nervt das doch irgendwann, oder?
Gar nichts bringt es in meinen Augen, seine 140 Zeichen dafür zu nutzen, möglichst viele Follower mit einem Tweet zu empfehlen. Manchmal reihen sich in meiner Timeline mehrere solcher Tweets untereinander, und dann habe ich auf einen Schlag eine Auswahl von – sagen wir 50 Empfehlungen, und bei keiner erfahre ich, warum sie ausgesprochen wird. Wenn sich der Empfehlende die Mühe macht, seine Empfehlung kurz zu begründen, erhöht das oft auch die Bereitschaft, sich den Empfohlenen genauer anzusehen. Aber ganz im Ernst, bei solche ‘Würsten’ fällt das ausgesprochen schwer.
Ich finde, der ff ist eine schöne Einrichtung. Ich nutze ihn auch gerne. Ich nutze aber auch die anderen sechs Wochentage, um gelegentlich mal jemanden zu empfehlen. Ganz spontan. Aber vor allem: Nicht zu viele Namen auf einmal. Sonst ist das wie eine MG-Salve.
Ja, heute ist wieder Freitag. Es ist wie Geschenke bekommen. Man fühlt sich immer irgendwie verpflichtet, auch was zurückzugeben. Ich werde ein paar Empfehlungen aussprechen, mich bei denen, die mich empfohlen haben, bedanken – und das z.T. namentlich – aber ich werde nicht mehr, wie früher, jeden Einzelnen zurückempfehlen. Bitte vergebt mir das, ich möchte es nicht als Unhöflichkeit verstanden wissen, aber es bringt einfach nichts. Und – das Wichtigste – der ff soll doch kein Zwang sein.
@Charlott7777 schreibt:
Zum #ff – liebe @emju, nicht nur deinen Namen – sondern die Erinnerung daran, wie bei twitter itsself – es soll hauptsächlich Spass machen !
Genau so ist es. Danke, liebe Charlott.
Hai
Ich mache beim Follow Friday nicht mehr mit.
Das liegt vor allem daran, daß Twitter für mich einen weiteren Kommunikationskanal darstellt. Das heißt, ich “rede” mit den Leuten, der Kontakt sollte gegenseitig sein, ein Austausch halt. Das macht meinen Account ziemlich übersichtlich und es finden sich auch nur wenige Nachrichtentwitterer – wenn dann unter meinen Followern und nicht unter den Leuten denen ich folge.
Wenn es jemanden interessiert, so mag er sich die Liste der Leute ansehen, denen ich folge.
ich mach das als Lyriker je nach Laune, einfach weil ich Lust drauf habe
Ja, das Warten hat sich doch gelohnt, liebe Emju, das kann ich alles nachvollziehen und mittragen! Ich bin immer noch der Ansicht, die besten Leute findet man, wenn man schaut, mit wem die diejenigen, die man sowieso schaetzt, sich so unterhalten. Und fuer mich persoenlich – wie Michael oben ja ebenfalls sagt – ist Twitter zuallererst eine Moeglichkeit, sich mit Leuten auszutauschen und nicht, Follower zu sammeln. Bei Followerzahlen ueber so um die 1000 zuckt es mich immer schon im Blockfinger.