Eigentlich sollte man ja meinen, dass die Leute für den Winter und seine Gefahren auf der Straße allmählich sensibilisiert sind, aber dem ist leider nicht so. Heute Morgen begegnete ich einem Zeitgenossen, dem die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer offenbar ziemlich egal ist.
Was war passiert?
Ich fuhr eine kurvenreiche Straße im Stadtgebiet, ca. Tempo 50, das mir entgegenkommende Fahrzeug vermutlich auch. Sein Dach war dick mit Schnee bedeckt.
Als das andere Auto noch etwa 10 Meter von mir entfernt war und in die Kurve zwischen uns einfuhr, rutschte der komplette Schnee von seinem Dach – und auf meine Straßenseite. Wäre ich eine Sekunde früher dran gewesen, hätte ich entweder eine heftige Breitseite oder die ganze Ladung auf die Motorhaube bekommen.
Der Schnee war nicht frisch, sondern gefroren. Eine Eisplatte, die beim Aufprall auf dem Boden mit einem lauten Krachen zerschellte und deren Reste die halbe Fahrbahn vor mir bedeckten. Ich trat auf die Bremse, riss das Steuer herum und wich aus.
War ein interessantes Gefühl und hätte so ausgehen können:
Eisbrocken durchschlägt Autoscheibe in Birmenstorf
Wenn zwei Autos jeweils 50 Kmh fahren, hat so ein Eisbrocken eine nicht zu unterschätzende Geschwindigkeit und eine entsprechende Wucht beim Aufprall.
Liebe Autofahrer, räumt bitte den Schnee von euren Fahrzeugen. Tut es nicht wenn möglich oder weitgehend, tut es richtig. Man ist kein Spießer, wenn man vor Fahrtantritt eben mal einen Besen in die Hand nimmt und allen Schnee vom Auto fegt.
Schlagworte: Auto, Eisbrocken, Schnee