Das Thema Frauenquote scheint ein echtes Problem zu sein. In was für einer heilen Welt muss ich leben, dass es mich so wenig berührt? Na ja, wahrscheinlich habe ich einfach nur Glück gehabt, dass ich als Frau in einer sogenannten Männerdomäne tätig bin. Dass ich ein echtes Interesse an Technik habe und gerne an PCs herum schraube. Dass ich bemüht bin, deren Funktion zu verstehen und zur Not auch mal entsprechende technische Fachliteratur lese. Dass ich mit zahlreichen männlichen Kollegen IT-Schulungen besucht habe. Dass ich kein Problem damit habe, mal einen Laserdrucker abzubauen, herumzutragen und zu zerlegen. Dass ich Kabelgewirr in Patchfeldern nicht als kompliziert, sondern als strukturiert empfinde. Dass es mir Spaß macht, meine eigene Seite zu betreiben und ich mich halt einlese, wenn was nicht klappt. Dass ich … Ach, lassen wir das.
Wahrscheinlich bin ich einfach nur nicht normal. Das würde auch erklären, warum ich weder im beruflichen Umfeld noch bei den Schulungen je viele Frauen um mich hatte. Um es konkret zu sagen: Bis vor ein paar Jahren war ich in meinem Bereich die einzige. Aber was ich oft gehört habe, war: „Wow, dass Sie sich mit so was alles auskennen … Mit all diesen technischen Dingen …“
Mag sein, dass das daran liegt, dass ich quasi ohne Mann im Haushalt aufgewachsen bin und auch heute ohne Mann im Haushalt lebe. Bis man einen Mann auftreibt, der einem im Problemfall helfen kann, hat man schneller selbst was nachgelesen. Und so ergibt eins das andere.
Das Schlimmste wäre für mich, wenn via Quotenregelung irgendwelche Frauen in mein Arbeitsgebiet eindrängen, die zwar von PCs keine Ahnung haben und sich auch absolut nicht dafür interessieren, die aber diesen Job machen müssen, damit ein hälftiger Anteil an Frauen erfüllt ist.
Klaaaar, so weit wird es nie kommen, denn das ist ja mit Gleichstellung nicht gemeint. Sie soll ja ein Kann gewährleisten und nicht ein Muss.
Aber warum wird dann, liebe Freunde, derzeit der Frauenanteil bei den Piraten und in deren Bundesvorstand diskutiert?
Archiv für Mai 2010
Quote ums Verrecken?
Dienstag, 18. Mai 2010Oh, du armer Augustin …
Montag, 10. Mai 2010In Anbetracht der Zahlen, die jetzt kursieren, also 750 MILLIARDEN Euro Rettungsgedöns und just in der Sekunde, in der ich das hier schreibe, 1.779.760.682.890 Euro (also 1,78 BILLIONEN) Bundesschulden, kommen jetzt natürlich auch die Worst Case-Propheten ans Tageslicht gekrochen, die sagen, ein weltweiter Wirtschaftscrash sei nicht mehr zu verhindern.
Mal angenommen, übermorgen wäre unser Geld nichts mehr wert, da wäre es doch ein Spaß, heute noch mal richtig zu einzukaufen, oder? Aber was?
Erst dachte ich: Klar, ein geiles Auto. Nur doof, wenn ich mir den Sprit nicht mehr leisten kann, oder – schlimmer noch – es keinen mehr gibt. Dann überlegte ich: Na gut, Kühlschrank vollhauen und schlemmen, bis die Schwarte kracht. Aber in den Supermärkten ist bestimmt schon alles ausverkauft, wenn ich morgen nach der Arbeit nach Hause komme, also ist das auch keine so gute Idee.
Saatgut. Ich könnte all mein Geld in Saatgut anlegen und dann über Jahre aus meinem kleinen Gärtchen leben. 2 Ar potenzielles Ackerland. Problem: Wenns echt nichts mehr zu essen gibt, bräuchte ich da einen meterhohen Stacheldraht drum herum.
Bücher. Ich könnte alle Bücher kaufen, die ich mir schon immer gewünscht habe. Dann kann ich mir wenigstens die Zeit vertreiben, während mich der Hunger quält.
Was würdet ihr euch kaufen?
Hach, hoffentlich ruinieren sie uns jetzt nicht wirklich.