Archiv für die Kategorie „Gedankenfetzen“

zappelzunge

Donnerstag, 5. August 2010

zappelzunge

mit deiner zappelzunge hast du dich mir anvertraut. zuckst noch immer mit den mundwinkeln, wenn dein weinen in den augen steckenbleibt, weil wasser uns auch nicht stillen wird. wie in hoffnung vergossen verfault unser warten im nimmermehr. dabei musst du dir nur die haut abreißen um dein fühlen zu sehen. ich kleb mich dir ein und reib mich wie pfefferminz in deine träume, damit im morgen alles nach mir riecht.

(c) 2010 by e.m.jungmann (inspiriert von und gewidmet: Ludwig Janssen)

Wortgewand

Donnerstag, 11. März 2010

Wortgewand

Ich sah dich im Schnee stehen
Trugst nur ein Wortgewand
Ich sprach dich an
entkleidete dich
Satz für Satz
Bis zur Nacktheit

In dieser Stille
ließ ich dich erfrieren

Als es wieder schneite
sah ich dich im Schnee stehen
Trugst nur ein Blickgewand
Leise begannen
deine Augen zu flüstern

(c) by emju 2010

leuchtendes Leben

Montag, 1. März 2010

leuchtendes leben
nur wasser
umspült
alles
selbst vergessen
keine tränen
im sonnenaufgang


ALT:

aus leuchtendem Leben

Diese kleinen Augenblicke aus leuchtendem Leben; ein Reinspringen von Tag zu Tag, einfach nur um des Wassers willen, das gute Gefühl, Teil des Schönen zu sein, wie selbstvergessenes Amselzwitschern, Symphonie eines Sonnenaufgangs im Angesicht des ins Blau gemalten Vollmonds wie eine ganze Note, da hat doch Gott gute Laune gehabt, und die Zielsuche kann auch an einem anderen Tag noch beschweren.

allenthalben zweifelhaft

Samstag, 30. Januar 2010

Verstandtötendes Zerfressensein. Die Suche nach Zufriedenheit schleichend dem Wunsch nach Erneuerung geopfert. Klärende Gespräche nur mit sich selbst, auch da allenthalben zweifelhaft, Flucht in Ablenkungsmanöver, Umkreisen des Pudels Kerns wie Mondgestirn, bis die Fliehkraft die Bahn ins Endlose treibt. Aussitzen, was nicht ausgestanden ist. Sehnsucht nach dem siebten Himmel, Suchtseen ufern am Rande des Wahnsinns. Aus … Gedanken tanzen wilde Reigen, Mutmaßungen verdrängen Frohgeschmack. Was bleibt ist Müdigkeit, die sich wie betäubender Schnee über die Seele legt. Alle Lust aus ihr zieht. Alle Freude einfriert. An den Barrieren der Zeit gescheitert. Aufgegeben, was noch nicht begann. Feuerprobe – oder Teufelsschabernack? Leiden, wie schwer kannst du wiegen.